CFS Index

18.12.2025

CFS-Index stabil: Steigendes Wachstum bei Umsatz und Erträgen

(Umfrageerhebung vom 01.12.25 – 08.12.25 für Ergebnisse des dritten Quartals 2025)

FRANKFURT, 18. Dezember 2025. Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, steigt im dritten Quartal 2025 um 2,4 Punkte auf 108,4 Zähler. Damit markiert der Index einen Stand, der seit 2022 immer wieder erreicht, jedoch selten überschritten wurde. Freuen können sich im aktuell ausgewerteten Quartal die Finanzinstitute, deren Umsatz- und Ertragswachstum im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist.

“Chancen und Risiken halten sich in der Selbstbetrachtung der Branche die Waage.”, kommentiert Prof. Dr. Andreas Hackethal, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland rangiert im dritten Quartal 2025 bei 100,7 Punkten und damit nur leicht über der neutralen Marke von 100,0. Dennoch ist bemerkenswert, dass der Wert damit um 9,4 Punkte höher liegt als im dritten Quartal des Vorjahres. Die höchsten Erwartungen an die Bedeutung des Finanzplatzes hatte die Branche im zweiten Quartal 2017 formuliert: Der Wert lag damals bei 138,7 Punkten. Seither sind die Bewertungen kontinuierlich gesunken und bewegen sich seit Mitte 2023 zwischen 90 und 100 Zählern.

„Frankfurt ist der führende Finanzplatz der EU und wird sogar noch weiter an internationaler Bedeutung gewinnen. Gerade in Zeiten, die so herausfordernd sind, kommt einem starken Finanzplatz zentrale Bedeutung zu. Nur so können wir die vor uns liegenden Aufgaben bewältigen – von Rückgewinnung  der Verteidigungsfähigkeit, der Sicherung einer nachhaltig tragfähigen Altersvorsorge bis hin zur digitalen Souveränität. Hier hat die Regierung wesentliche Elemente angestoßen, sodass wir Grund zur Zuversicht haben“, erläutert Oliver Behrens, Präsident von Frankfurt Main Finance.

Beim Umsatz- und Ertragswachstum punkten im dritten Quartal 2025 vor allem die Finanzinstitute

Das Wachstum der Umsätze in der Finanzbranche insgesamt ist im dritten Quartal 2025 um 5,0 Punkte auf 114,3 Punkte gestiegen. Insbesondere die Finanzinstitute legen mit einem Plus von 11,3 Punkten im Vergleich zum Vorjahresquartal ein solides Wachstum vor und erzielen mit 121,5 Zählern eines der besten Ergebnisse in der Geschichte des Index. Die Dienstleister zeigen ein Umsatzwachstum von 5,9 Zählern im Vergleich zum zweiten Quartal 2025, im Jahresvergleich steigen die Werte jedoch nur moderat auf 107,0 Punkte.

Das Ertragswachstum der gesamten Branche steigt um 5,9 Punkte auf den Stand von 113,3. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet dies für die Finanzinstitute ein deutliches Plus von 11,5 Zählern auf einen Indexwert von 120,8. Die Dienstleistungsunternehmen liegen mit plus 1,5 Punkten nur gering über dem Vorjahresstand auf der Marke von 105,8. Weder beim Umsatz- noch beim Ertragswachstum erwarten die Finanzinstitute eine Fortsetzung ihres derzeitigen Höhenfluges. Die Erwartungen der Dienstleister entsprechen in etwa der Entwicklung des aktuellen Quartals.

Finanzdienstleister stellen vermehrt Personal ein und rechnen mit stabilen Investitionen

Bei den Finanzinstituten bleibt das Mitarbeiterwachstum im Wesentlichen stabil, bei den Dienstleistern zeigt sich im Verlauf dieses Jahres hingegen mit einem Plus von 8,8 Punkten eine klar steigende Tendenz seit einem Tiefststand im dritten Quartal des Vorjahres. Trotzdem befindet sich dieser Subindex bei den Dienstleistern bei nur 102,3 Zählern und im Mittel der Gesamtbranche bei 103,6 Zählern.

Das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen der Finanzinstitute verzeichnet ein kleines Minus von 1,4 Punkten auf die Marke von 109,0, was in etwa den Zahlen der zurückliegenden Quartale entspricht und sich in ähnlich gelagerten Erwartungen für die kommenden Quartale spiegelt. Das Investitionswachstum bei den dienstleistenden Unternehmen der Finanzbranche steigt um 4,8 Punkte auf 105,8 Zähler, mit gleichbleibenden Erwartungen für das kommende Quartal.

Pressemeldung
Präsentation

Allgemeine Methodik der Indexberechnung
Der CFS-Index basiert auf einer vierteljährlich durchgeführten Managementbefragung des Finanzstandortes Deutschland. Der Index fasst qualitative Angaben zu den Unternehmenskennzahlen „Umsätze bzw. Geschäftsvolumen“, „Ertragssituation“, „Mitarbeiteranzahl“ und „Investitionen“ bezüglich des gerade vergangenen Quartals („Performance“) und des aktuellen Quartals („Prognose“) zusammen. Konstruktionsbedingt beträgt der maximale Indexwert 150, der minimale 50; ein Wert von 100 signalisiert eine neutrale Stimmungslage. Bei der Umfrage handelt es sich um eine Panel-gestützte Erhebung bei Unternehmen und Institutionen der Finanzindustrie. Die Panelteilnehmer werden in die Sektoren „Finanzinstitute“ und „Dienstleister“ am Finanzplatz unterteilt, wobei die zweite Gruppe sehr weit gefasst ist.

Kurzprofil CFS
Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten sowie Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

Wir danken Frankfurt Main Finance e.V. für die finanzielle Förderung des Projekts.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Andreas Hackthal
Co-Director | Center for Financial Studies (CFS) GfK e.V.
Professor for Personal Finance | Dean of Students | Goethe University Frankfurt
Head Pension Finance Lab | Leibniz Institute for Financial Research SAFE e.V.

Theodor-W.-Adorno-Platz 3
60329 Frankfurt am Main

Phone: +49 (0)69/798-30047
Email: hackethal@em.uni-frankfurt.de

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Prof. Dr. Andreas HackethalScientific Director

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